
Fünf Spiele an einem Wochenende: Für die 1. Senioren des TTV Preußen 90 ging es im April zu den Norddeutschen Seniorenmeisterschaften nach Hamburg. Die Preußen hatten sich als Nachrücker qualifiziert und kamen dank einer faustdicken Überraschung als Vizemeister zurück.
Die ganze Saison führten die Preußen die Liga in höchsten Berliner Senioren-Klasse an. Bis zum Schluss gestalteten sie den Zweikampf mit dem Dauermeister Hertha BSC offen. Doch in den entscheidenden Momenten behielten die Herthaner mit ihrer Klasse und Erfahrung die Nase vorn und holten am Ende die Meisterschaft.

So blieb den Preußen nur der Nachrücker-Platz für die Norddeutschen Meisterschaften. Zum Glück kam Anfang April die frohe Kunde und ein 4er-Team mit Vincent, Sergey, Martin und David machte sich auf die Reise nach Hamburg. Nach der Ankunft am Freitag ging es am Samstagmorgen in Niendorf im Hamburger Norden.
Neben den Ü40-Senioren gingen auch etliche andere Senior:innen-Klassen ins Rennen, die Halle war also gut gefüllt und die Stimmung prächtig. Etwas unglücklich die Auslosung für die Preußen: Gleich am ersten Tag warteten die drei vermeintlich schwersten Gegner: Mölln, Hertha und Oberalster. Doch gleich im ersten Spiel zeigten die Preußen, dass sie mit ihrer ausgeglichenen Mannschaften punkten konnten. Im 3er-Pokalsystem holte nur Möllns Spitzenspieler Jan Hauberg (2038) zwei Einzel, Sergey (2), Vincent und Vincent/David machten den 4:2-Auftaktsieg perfekt.
Nun kam das Derby gegen die Hertha! Da Jan Hermann und Stephan Köpp in Herthas 50er-Team aufliefen, gingen für den Favoriten Martin Dietrich (2081), Daniel Streich (1990) und Marcel Börner (1865) ins Rennen. Nach der Auftaktniederlage von Martin gegen Dietrich holte Vincent den ersten Punkt. 3:1 gegen Streich. Nun kämpfte sich Sergey zu einem 3:2-Erfolg gegen Börner. 2:1 für die Preußen.
Derby-Sieg gegen Hertha
Gegen Dietrich/Streich hatten die Preußen in der Saison noch alt ausgesehen. Doch dieses Mal lief es von Beginn an besser. Vincent/David spielten mutig und holten den ersten Satz. Auch von zwei Satzverlusten ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen und sorgten mit einem 3:2-Erfolg für das erste dicke Break. Gewonnen war damit noch lange nichts. Doch Vincent knüpfte auch im zweiten Einzel an seine vorherigen Leistungen und gewann gegen Dietrich mit 11:8 im fünften Satz. Herthas Traum vom Norddeutschen Meistertitel war damit mehr oder weniger geplatzt, die Preußen blieben weiter ungeschlagen.
Das änderte sich im folgenden Spiel gegen Oberalster. Die Dauersieger aus Hamburger liefen mit mehreren Oberliga-Spielern und der große Favorit auf den Titel. Trotzdem gelang den Preußen auch hier eine Überraschung, als Sergey zum Auftakt 3:2 gegen Gerrit Weber (2077) gewann. Nach der klaren Niederlage von David gegen Enno Kleffel (2156) hätte Vincent beinahe das 2:1 besorgt, musste sich aber knapp mit 1:3 geschlagen geben. Nun war der Bann gebrochen und die Favoriten machten mit 4:1 den Sack zu.
Zwei 4:0-Siege zum Abschluss
Nach dem erfolgreichen ersten Tag gab es am Sonntagmorgen eine Hiobsbotschaft zu verdauen. Martin, der am Vortag zwei Spiele ausgesetzt hatte, konnte am Morgen wegen starker Rückenschmerzen kaum laufen und musste erneut passen. Trotzdem feuerte er das Team weiter an und trug dazu bei, dass die Preußen am Sonntag nichts mehr anbrennen ließen. Gegen Post Brandenburg und Aumund-Vegesack hieß das Ergebnis jeweils 4:0. Bei einem deutlichen Sieg vom Hertha gegen Oberalster wäre sogar noch der Norddeutsche Meistertitel drin gewesen. Doch Oberalster ließ auch in diesem Spiel nichts anbrennen und verteidigte Platz 1.
Die Preußen fuhren nach ihrer ersten Norddeutschen Senioren-Meisterschaft als stolzer Zweiter wieder zurück nach Berlin. Und eins steht schon fest: Nächstes Jahr wird wieder angegriffen!
Alle Ergebnisse im Überblick.
